witchdream
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Lando
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07.01.2011 21:54  |
Ich will das garnicht so genau wissen (mir genügt der morgenliche Blick ins Depot um mich zu gruseln ), aber was ich so nebenher höre, scheint der Scheiß ja mittlerweile überall drin zu sein. Da kann man nur den alten Rat befolgen : ernähre Dich von ungemischter Speise. Das muß natürlich auch für die Viecher gelten. Da sollte man am besten nur welche essen, die man mit Namen kannte. Wurst und dergleichen gemahlene Schlachtabfälle mehr gibts schon lange nicht mehr auf regelmäßiger Basis , beim rohen Schinken sah man wenigstens, was es war, aber so richtig drüber nachdenken will ich jetzt auch nicht mehr, daß die mit Wagenfett gefüttert wurden. Schafe halten wäre vielleicht ne Lösung. Sieben Stück pro Kopf sollten fürs Jahr reichen.
Gut, Eier esse ich nur am Wochenende und manchmal einen Strammen Max, neulich in Paris lief mir der Ausdruck ½fs à cheval über den Weg, kaufen tue ich immer die teuersten. So langsam werden wir eingekreist. Das nächste wird ein schöner Bio-Skandal sein. Das ist wie mit den amerikanischen Dollars, da sind immer genug da, oh Wunder. Es gibt mehr jungfraukaltes Olivenöl im Handel, als es überhaupt Bäume gibt. Und wegen unserer geliebten EU muß das auch nicht aus Italien kommen, auch wenns drauf steht, solange die Glasflasche aus Italien kommt.
Der letzte Trost ist, daß der Körper wie ein Alchimist aus ziemlichem Dreck noch Energie ziehen kann und die Gifte schön im Fett einlagert. Allerdings hauts einen dann beim Abnehmen um, da gelangen sie wieder ins System. Buffett meinte zwar in bezug auf sein Alter, look what Hamburgers and Cherry Cola can do, aber ob der tatsächlich die 2 Dollar Hamburger frisst oder doch nur für seine Top-Holdings spricht?
Aber was solls, wie motivierte der Alte Fritz seine Männer, als sie nicht stürmen wollten: Hunde, wollt ihr etwa ewig leben?
Sorry, Mahlzeit.
__________________ Auch unsere Gedanken sind wircksame Factoren des Universums. Novalis
Aus aktuellem Anlass: Government and banks are joined at the hip.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Lando am 07.01.2011 22:26.
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caedmon
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| Sauerteig |
17.04.2011 00:03  |
Backt hier eigentlich jemand sein Brot selbst? Ich habe vor kurzem mal wieder angefangen mit Sauerteig zu backen.
Bevor es industriell hergestellte Backhefe (zu der heutzutage noch andere Backtriebmittel kommen) gab, war das Backen mit Natursauerteig das gängige Verfahren. Eine Natursauerteigkultur enthält wilde Hefen sowie Milch- und Essigsäurebakterien. So einen Sauerteig kann man sich selbst herstellen (erfordert etwas Gedult) oder man besorgt sich einen "Starter", z.B. indem man mal höflich im Forum bei der-sauerteig.com fragt. Sauerteigkulturen aus dem Reformhaus sind nicht geeignet, da sie nur die Säurekulturen enthalten, aber nicht die wilden Hefen.
Das Backen braucht zwar (besonders bei längeren, mehrstufigen Teigführungen) etwas längere Vorbereitungen und Timing, aber es macht Spass, das Ergebnis schmeckt super und es ist ein gutes Gefühl, dass das Brot nur Mehl, Wasser, Salz und eben Natursauerteig enthält.
Ein paar Links:
http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/intro.php
http://www.petras-brotkasten.de/Brotrezepte.html#Sauer
http://www.northwestsourdough.com/
http://samartha.net/SD/index.html
http://carlsfriends.net/
http://www.sourdo.com/
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17.04.2011 13:59  |
Dann nimm das erste Buch. Die rezepte stammen aus einem Wettbewerb der Wochenzeitung "Land und Forst" des Landbuchverlags Hannover. 35 Seiten sind für Roggen und Roggenmischbrote reserviert mit Namen wie
Hinnebecker Vollkornbrot,
Roggenschwarzbrot
Westhoyeler Mühlenvollkornbrot oder
Bullerbeeks Roggenvollkornbrot.
Der Macher der "der Sauerteig" Seite war früher bei Chefkoch.de im Brotforum unter dem Namen "Pöt" registriert.
Dann noch mein Pumpernickel Rezept:
750 gr Sauerteig aus Roggenschrot
Brühstück:
750 gr Roggenschrot mit 750 ml kochendem Wasser übergiesssen und minimum 6 Stunden ziehen lassen
Sauerteig und Brühstück mit 750 gr Roggenschrot vermischen, je nach Körnung des Schrots (ich mag es am liebsten sehr grob, das Korn nur so etwa in 5 oder 6 Bruchstücke geschrotet) noch Wasser zugeben.
2 EL Salz dazu, mit etwas Mehl bestäuben, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 3 bis 4 Stunden gehen lassen. In Rezepten steht dann meist: "Wenn der Teig um die Hälfte zugenommen hat" - meiner schafft das nie.
kurz durchkneten (langes Kneten ist bei Roggen völlig wirkungslos,)eine Form einfetten und mit Mehl bestäuben, den Teig hinein legen und zugedeckt noch einmal 20 Minuten gehen lassen. Den Backofen auf 120°C vorheizen. Den Teig mit etwas Wasser bestreichen, die gesamte Form mit Alufolie ganz fest verschliessen und das Brot auf der untersten Schiene 10 bis 12 Stunden (am besten über Nacht) backen. Dabei kann sich das typische Aroma voll entfalten. Das Brot sollte anschliessend noch etwa eine Stunde im ausgeschalteten Ofen bleiben.
Alternativ kann man auch beim letzten Drittel Roggenschrott 375 gr durch Weizenschrot oder ein anderes Getreide ersetzen, aber dann ist es nicht mehr authentisch.
Original wäre das Backen mit fallender Temperaturkurve, denn der Pumpernickel war das letzte Brot, welches der Bäcker bei 160 Grad im Ofen eingeschossen hat. Am nächsten Tag war der Ofen kalt und das Brot fertig. Vielleicht kann man das in einem modernen Ofen mit Internetzugang einprogrammieren?
__________________ Das Drehbuch für den Untergang steht fest - es geht nur noch um den Preis für die beste Maske (H. v. Buttlar)
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Winter
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